Zeugungsstreik?
Seit Jahrzehnten sind die Geburtenzahlen in Deutschland rückläufig, Demographen malen das düstere Bild einer vergreisenden Gesellschaft an die Wand. Zeugungsstreik ist ein politisches Schlagwort, unter dem (laut Wikipedia) eine Verweigerungshaltung von Männern, Kinder zu zeugen verstanden wird.
Statistisches Bundesamt:
Im Jahr 2001 wurden 730.000 Kinder lebend geboren, 30.000 oder 3,9 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Die Zahl der Geburten ist damit seit 1991, mit Ausnahme der Jahre 1996 und 1997, rückläufig.
Ein Gutachten der Familienkommission des Bundesfamilienministeriums sieht als Gründe für die "Nachwuchsabstinenz" unter anderem lange Ausbildungszeiten und Unterhaltsregelungen. Die nach hinten verschobene Selbständigkeit trage dazu bei, dass Paare spät zueinander finden. Dadurch schrumpfe die Zeitspanne für Kinder enorm. Das können Feministinnen so nicht stehen lassen...
Die Feministinnen haben daher eigenständig geforscht und herausgefunden warum es weniger Kinder gibt und wer daran Schuld ist. Das wenig überraschende Ergebnis: der Mann ist schuld.
emma.de (http://emma.de/05_6_vatersein.html):
Sie sind der Elefant im Wohnzimmer, den bisher niemand sehen wollte. Während die Demoskopen sich über die Frauen den Kopf zerbrechen, sind die Männer in einem stillen Zeugungsstreik.
Es war nur eine Frage der Zeit, bis die femistischen Forscherinnen eine Antwort auf die Frage nach den rückläufigen Geburtenzahlen ausmachen konnten. Anfangs waren die gut ausgebildeten Akademikerinnen unter Verdacht, das Kinderkriegen einfach zu sehr auf die lange Bank zu schieben oder einfach keinen geeigneten Partner zu finden.
wdr, frauTV:
Die Ursache ist schnell ausgemacht: Gut ausgebildete Karrierefrauen befinden sich hierzulande im Gebärstreik. ...
Da sich aber Frau dann nicht in der Opferrolle, sondern sozusagen aktive Täterin wäre (Gebärstreik), musste weitergeforscht werden. Das Ergebnis bedient das übliche Klischee: der Mann als Täter, die Frau das arme Opfer:
emma.de (http://emma.de/05_6_vatersein.html):
Sie sind der Elefant im Wohnzimmer, den bisher niemand sehen wollte. Während die Demoskopen sich über die Frauen den Kopf zerbrechen, sind die Männer in einem stillen Zeugungsstreik. ... ein genauer Blick enthüllt: Erstens sind das Problem weniger die Frauen, die nicht mehr Mütter, sondern die Männer, die nicht mehr Väter werden wollen - denn Vatersein hat heutzutage ganz andere Konsequenzen als früher.
Gut erkannt: Vatersein hat heutzutage ganz andere Konsequenzen als früher. Dem kann nur zustimmen. Leider haben die Feministinnen an dieser - an sich spannenden - Stelle aufgehört zu forschen. Was ist denn so anders als früher? Sind es meistens nicht die Frauen, die die Ehe wollen, die Kinder wollen und die dann die Scheidung wollen? Und die das alles auch noch - von Männern finanziert - bekommen wollen? Das Ganze als Vollversorgung für ihr (vor allem finanziell) sorgenfreies Leben ansehen?
Die biologische Uhr der Frau
Die Natur ist gemein, hat sie doch der Frau nur eine bestimmte Zeitspanne eingeräumt, um sich zu reproduzieren, während ein Mann solchen "Zeit-Zwang" nicht kennt. Diese "biologische Uhr" tickt bei Frauen oft bereits mit Mitte dreißig unüberhörbar laut.
wdr, frauTV:
Was kann eine Frau tun, die sich ein Kind wünscht, deren Partner aber nicht so recht mitzieht oder sich gar weigert? Fakten zu schaffen und dem Partner ohne sein Einverständnis ein Kind "abzutrotzen", ist keine Lösung.
Man reibt sich erstaunt die Augen: jemanden ein Kind unterzuschieben sei keine Lösung? Das kannten wir doch bisher anders.
"Focus", 45/2000, vom 6.11.2000
"Das etwa 10 Prozent der Kinder heute nicht mit ihrem mutmaßlichen Vater verwandt sind, zeigt, so der US-Wissenschaftler David M. Buss, dass die innere Stimme, die Frauen zum Seitensprung verführt, noch heute funktioniere."
Aber natürlich muss man nicht lange warten, bis sich Frauen selbst wiedersprechen. So rät z.B. Lisa Ortgies, Moderatorin von frauTV, am 09.11.2005 zu Gast bei Harald Schmidt:
Der Deutschling über die Sendung:
Frau Ortgies Schlussfolgerung...: die Frauen sollen doch einfach mal die Pille absetzen und die Männer "zu ihrem Glück zwingen". Eine andere Wahl hätten sie gar nicht. Die Männer würden sonst schließlich so lang auf Zeit spielen, bis die biologische Uhr abgelaufen ist.
Aufforderung zum Missbrauch von Männern als "Samenspender"? Vorsätzlicher (auch finanzieller) Betrug? "Zum Glück zwingen" - welches und wessen Glück? Darauf folgt meist die Trennung, weil er sich hintergangen fühlt und seine einzige Funktion, die ihm oftmals danach bleibt nennt sich Zahlsklave. Das Kind wächst ohne Vater auf. Glückwunsch Frau Ortgies, ein genialer Vorschlag - oder sollte ich besser sagen: der "Geheim"tipp der Feministinnen, die ohne Rücksicht auf Verluste alles niedertrampeln, was ihrem Willen im Weg steht? Aber schön, dass Sie sich derart geoutet haben und den auf den WDR-Seiten hinterlegten Texten nun selbst widersprechen und Ihr wahres und häßlich egoistisches Feminanzen-Gesicht offenbaren.
Fazit: Feministinnen sehen sogar verwerfliche Methoden als legitim an, um ihr Ziel zu erreichen. Ihrem Willen hat sich alles gefälligst unterzuordnen. Es ist ihnen schlicht egal, was aus den Männern wird, Hauptsache Kind und damit finanzielle Absicherung gesichert. Das psychologische Gleichgewicht der daraus resultierenden Kinder ist ihnen im Übrigen auch schlicht egal.
Potentielle Gefahren der Vaterschaft
Was erwartet Männer? Wie werden sie als Väter gesehen?
Da fast jede zweite Ehe geschieden wird und die Kinder nur in jedem siebten Fall beim Vater verbleiben, kann sich jeder Mann das mit dem Zeugungsakt eingegangene Risiko ausrechnen, später zur Kategorie der Scheidungsväter zu gehören.
Der Bremer Soziologe Gerhard Amendt legte vor längerem die erste empirische Studie zum Thema vor. Fast die Hälfte der 3600 befragten Männer sieht die eigenen Kinder nach der Trennung nur noch selten oder gar nicht mehr. 42,1 Prozent betrachten sich als bloße "Wochenendväter", 24,9 Prozent empfinden sich als "Zahlväter", und zehn Prozent fühlen sich ihrer Vaterrolle vollständig beraubt.
FAZ
Amendt sieht im Extremfall der Scheidung den "Kristallisationspunkt" eines sozialen Klimas, das im Normalfall nicht ins Leben hineinstrahlt. "In der Partnerschaft spielt der Genderdiskurs keine Rolle, verdichtet sich nicht zur sozialen Erfahrung." Erst mit dem Eintreten der Trennung manifestiere sich eine "ideologische Präferierung von Frauen und Müttern", deren Wurzeln in der Geschlechterpolitik der siebziger Jahre liegen.
Anders ausgedrückt: der Feminismus hat den Mutterkult nur weiter manifestiert, um eigene (finanzielle) Vorteile zu sichern. Amendt wird diesbezüglich noch deutlicher:
FAZ:
Obwohl seit der Liberalisierung des Familienrechts im Jahr 1998 auch bei unverheirateten Paaren das gemeinsame Sorgerecht möglich ist, prägen laut Amendt immer noch "spätfeministische Vorurteile" die Praxis auf Jugendämtern und bei Familiengerichten. Als Gutachterinnen träten durch die Genderforschung sozialisierte Sozialpädagoginnen auf, die besonders Unterschichtmännern stets die Rolle der Täter zuwiesen. Während juristisch längst das "Zerrüttungsprinzip" in Kraft sei, bilde das "Täter-Opfer-Denken" immer noch das gängige Schema zur Handhabung von Scheidungsfällen. Alleinerziehende Mütter werden pauschal als Opfer betrachtet. ... Amendt sieht in dieser Asymmetrie einen wichtigen Grund für sinkende Geburtenraten: "Die Widerwärtigkeit, welche die Scheidung im öffentlichen Diskurs hat, wirkt abschreckend."
Was die FAZ nicht so deutlich ausdrücken wollte: Väter sind in der offiziellen Sichtweise immer Täter. Was die FAZ schlicht falsch ausdrückt: das Zerrüttungsprinzip gibt es seit den 70ern garnicht mehr. Aber Amendt benennt genau, was der Grund für derzeit sinkende Geburtenzahlen ist und woraus er sich schlussendlich ergibt: die Ungerechtigkeiten, die der deutsche Staat unterstützt. In der offiziellen öffentlichen Sichtweise der Feministinnen ist das dann der Zeugungsstreik der Männer. Mal wieder wird Männern die Täter-Rolle zugewiesen. Zeitgleich ist es usus an Jugendämtern und Familiengerichten spätfeministische Vorurteile gegenüber Männern zu pflegen (der Satz mit der Genderforschung, in dem offenbart wird, welch Gedankengut bei Jugendämtern und an Familiengerichten herrscht). Die einzige Rolle die Feministinnen Väter angedeihen lassen wollen ist die Zahlvaterrolle als Vollverpflegung für alleinerziehende Mütter, egal, ob der Vater dabei in der Gosse landet, schließlich ist er ja Täter.
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